Der Kleinste ist im Stadtverkehr der Größte. Und auch bei seinen Schwächen bleibt der Smart fortwo dem Motto treu: Wenig ist mehr. Doch auch viel Kleinvieh macht Mist. Die wichtigsten Infos für Gebrauchtwagenkäufer aus dem AUTO BILD TÜV-Report!

Smart fortwo (Typ 453) – Gebrauchtwagen-Vorstellung

Bauzeit: 2014 bis heute
Motoren: 61 PS (1.0) bis 109 PS (Brabus)
Preis: ab 4500 Euro
Insassensicherheit (Euro NCAP-Crashtest 2014): 4 Sterne
Smart Fortwo III
Daimlers Winzling ist als Gebrauchter sehr beliebt.
Bild: Christoph Boerries / AUTO BILD
Das ist er: Ein Topmodel für volle Städte mit Idealmaßen: Konkret bedeutet das eine Länge von 2,70 Metern und Minimal-Wendekreis. Dabei sorgen die auf 1,66 Meter gewachsene Breite und das auf 1,55 Meter angehobene Dach für smarte Platzverhältnisse und gute Fahreigenschaften. Auch die Handschaltung (oder wahlweise das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe) tragen zum verbesserten Fahrkomfort des Zwergs bei. ABS, ESP und fünf Airbags gehören zur Serienausstattung. Die markante Knubbelnase des Typs 453 ist den verschärften Fußgängerschutzanforderungen geschuldet.

Smart fortwo (Typ 453): Stärken

Das kann er: Wendig und komfortabel durch die City flitzen. Zum Start gab's zwei Dreizylinder-Benziner: einen 1,0-Liter mit 71 PS und einen turbogeladenen 0,9-Liter mit 90 PS. Anfang 2015 folgte ein schwächerer 1,0-Liter mit 61 PS. Im Brabus sind bis zu 109 PS erhältlich. Statt eines Diesels gibt’s seit 2017 einen Elektro-Smart.

Smart fortwo (Typ 453): Schwächen

Das macht Ärger: Radios sind manchmal gestört, die Start-Stopp-Automatik versagt wegen eines defekten Pedalsensors den Dienst und sorgt für Liegenbleiber. Ein Rückruf 2017 betraf die Feststellbremse, die an Kraft verliert und den fortwo nicht mehr ausreichend sichern konnte.

Smart fortwo (Typ 451) – Gebrauchtwagen-Vorstellung

Bauzeit: 2007 bis 2014
Motoren: 45 PS (cdi) bis 98 PS (Brabus)
Preis: ab 1300 Euro
Insassensicherheit (Euro NCAP-Crashtest 2007): 4 Sterne
Smart Fortwo
Den Smart 451 gibt es auch als Cabrio.
Bild: Sven Krieger
Das ist er: Die zweite Smart-Generation, alltagstauglicher, agiler, mit mehr Kofferraum als der Ur-Smart. Mittlerweile steht er für alte Zeiten, was die niedrigen Gebrauchtwagenpreise deutlich machen. Die zweite Generation ist 20 Zentimeter länger - das macht Querparken noch illegaler, sorgt drinnen aber für mehr Platz. Gut: das Sicherheitspaket mit ESP und Bremsassistent. Qualitativ ist auch das Interieur etwas besser verarbeitet als beim Vorgänger. Auf Wunsch gibt es zudem ein Navi mit großem Display und Bluetooth-Funktion.

Smart fortwo (Typ 451): Stärken

Das kann er: Grundsätzlich macht der Typ 451 (fast) alles besser: kräftigere Motoren, kürzere Schaltzeiten. Seit 2012 fährt er auch elektrisch. Dann aber ist er teuer, aufgrund der Batteriemiete auch im Unterhalt. Gut: Es gibt Diesel (nicht mehr im 453). Schlecht: Partikelfilter gab es erst ab Sommer 2009 in Serie. Der Rest darf nachrüsten.

Smart fortwo (Typ 451): Schwächen

Das macht Ärger: Die Klimaanlage muss zum Teil jährlich neu befüllt werden - da die Werkstätten mit der Lecksuche oft überfordert sind. Die Lackqualität ist nicht die beste, klappernde Lenkungen, pfeifende Gebläsemotoren. Das Sonnenrollo kann aus der Halterung fallen, der Regensensor saugt die Batterie leer. 

TÜV-Urteil