Der neue C1 liefert schon besser ab als die älteren Mängelriesen. Dennoch leistet sich auch die zweite Generation bei der ersten HU zu viele Macken für “La vie en rose“. Die wichtigsten Infos für Gebrauchtwagenkäufer aus dem AUTO BILD TÜV-Report!

Citroën C1 – Gebrauchtwagen-Vorstellung

Citroën C1 (III)

Bauzeit: 2014 bis heute
Motoren: 69 PS (VTi 68) bis 82 PS (PureTech 82)
Preis: ab 4500 Euro
Insassensicherheit (Euro NCAP-Crashtest 2014): vier Sterne
Citroën C1 PureTech 82
Im April 2018 wurde die zweite Generation überarbeitet.
Bild: Toni Bader
Das ist er: Ein technischer Drilling von Toyota Aygo und Peugeot 108 mit leicht unterschiedlichem Design. Die Abmessungen sind fast unverändert, der neue C1 steht jedoch stämmiger da, sieht gefälliger aus. Es gab nur zwei Antriebe, beides Dreizylinder. Facelift im April 2018, ab dem der 1,2-l-“Bigblock“ mit 82 PS nicht mehr angeboten wurde. Der Einliter-Motor von Toyota wurde leicht modifiziert.

Stärken

Das kann er: Mehr Komfort bieten als der Vorgänger, nicht zuletzt wegen der besseren Sitze. Der Neupreis liegt bei unter 10.000 Euro. Dafür sind sechs Airbags und ESP immer an Bord. Die moderne Cockpitgestaltung wirkt etwas zu verspielt. Zum Beispiel ist das Ablesen des ulkigen Rundtachos zu kompliziert. Cabrio-Feeling kommt im C1 Airscape auf, der sein Stoffverdeck fast bis zur C-Säule wegfalten kann. Keine Empfehlung: das automatisierte Schaltgetriebe Efficient Tronic – außer man mag ruckelige Schaltvorgänge.

Probleme

Das macht Ärger: Der typische Kurzstreckenkandidat leidet unter entladenen Batterien. 2016 ordnete Citroën einen Rückruf an. An im Herbst 2014 gebauten Modellen konnte der unterdimensionierte Lenksäulenschaft brechen. Der ADAC meldete 2019 Undichtigkeit des Kraftstofftanks.

Citroën C1 (II)

Bauzeit: 2005 bis 2014
Motoren: 54 PS (55 HDi) bis 68 PS (1.0)
Preis: ab 750 Euro
Insassensicherheit (Euro NCAP-Crashtest 2005): vier Sterne
Citroën C1 1.0
Der C1 ist zu 90 Prozent baugleich mit dem Toyota Aygo und dem Peugeot 107.
Bild: Martin Meiners
Das ist er: Eine Entwicklung von Toyota, den Motor stiftete Tochter Daihatsu. Der Winzlings-Kofferraum fasst nur 140 Liter. ESP gibt es erst ab 2009. Die schwarze Rammleiste fiel beim kleinen Facelift 2008 weg. Das große Facelift folgte 2012, dabei wurden dem C1 Chromzierrat, Tagfahrlicht und ein aufgewerteter Innenraum spendiert.

Stärken

Das kann er: Sparsam fahren, allerdings mit lauten Motoren. Mit dem bis 2009 angebotenen Diesel sind unter vier Liter möglich. Die Domäne des C1 ist die Stadt, da stört auch der unstete Geradeauslauf nicht. Im urbanen Verkehr trumpft der quirlige Einliter-Dreizylinder- Benziner auf. Vorsicht: Servolenkung kostete Aufpreis, den sich viele sparten.

Probleme

Das macht Ärger: Die Kupplung verschleißt schnell, Wasserpumpen werden undicht. Probleme bereiten die Injektoren der Diesel. Verzogene Türdichtungen und schlecht schließende Ausstellfenster lassen Feuchtigkeit rein. Bei frühen Modellen schwankt die Verarbeitungsqualität stark: von solide bis zum klapprigen Montagsauto mit knackenden Türfangbändern und knarrenden Sitzen. Üblich auch: defekte Anlasser und hakende Schlösser.

TÜV-Urteil

Fahrwerk

Am Fahrwerk gibt es wenig auszusetzen. In puncto Achsaufhängung, Federung, Antriebswellen und Lenkung schneidet der C1 teilweise deutlich besser ab als der Durchschnitt. Das Thema Rost fällt bei der zweiten und dritten HU leicht überproportional an.

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