Der Dacia Logan startete einst als geräumiger Preisbrecher. Die zweite Generation gibt es nur noch als Kombi. Qualität und Zuverlässigkeit überzeugen nicht auf Dauer. Die wichtigsten Infos für Gebrauchtwagenkäufer aus dem AUTO BILD TÜV-Report!

Dacia Logan – Gebrauchtwagen-Vorstellung

Dacia Logan II

Bauzeit: 2012 bis 2020
Motoren: 73 PS (SCe 75) bis 90 PS (TCe 90 und dCi 90)
Preis: ab 4200 Euro
Insassensicherheit (Euro NCAP-Crashtest 2014): drei Sterne

Dacia Logan MCV
Der Dacia Logan wird bei der Renault-Tochter Dacia in Rumänien produziert.
Bild: Sandra Beckefeldt / AUTO BILD

Das ist er: Der Preisrevolutionär noch immer ohne Schnickschnack, dafür mit frischem Design und hochwertigerem Cockpit. Ältere Technik von der Konzernmutter Renault sparte Entwicklungskosten. Die zweite Generation wirkt moderner, setzt als Stepway-Variante seit 2017 optische Offroad-Akzente. ESP und Seitenairbags gab es erst ab der zweiten Generation. 

Stärken

Das kann er: Noch immer als Raumschiff überzeugen, wenn auch nicht mit sieben Sitzen und dem Ladevolumen von Generation eins. Sein Werterhalt ist überdurchschnittlich, das Gebrauchtpreisniveau gesalzen. Als Antriebe finden sich Benzin-, Diesel- und LPG-Versionen. Ein Tipp ist der kleine 0,9-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 90 PS: Er hat ausreichend Kraft und verbraucht wenig. Fahrfreude sollte man jedoch nicht erwarten. Der Logan ist untersteuernd aus- gelegt, fährt sich insgesamt träge. 

Probleme

Das macht Ärger: Zu viel. Wer wenig für sein Auto zahlt, spart offensichtlich auch oft auch an der Wartung. Resultat sind viele Mängel. Beklagt werden außerdem Frontscheiben, die schnell verkratzen. Rückrufe gab es unter anderem wegen Problemen mit den Bremssätteln und Fahrerairbags sowie aufgrund einer möglichen Beeinträchtigung der Lenkfähigkeit.

Dacia Logan I

Bauzeit: 2005 bis 2012, MCV bis 2013
Motoren: 68 PS (dCi) bis 105 PS (1.6 16V)
Preis: ab 900 Euro
Insassensicherheit (Euro NCAP-Crashtest 2005): drei Sterne

Dacia Logan MCV
Ursprünglich wurde der Logan für den indischen Markt entwickelt.
Bild: Christian Bittmann

Das ist er: Ein Lademeister der Herzen. Transportieren ist sein Ding, (Reise-)Komfort so gar nicht. Dafür ist er konkurrenzlos billig. Ab 2005 ging der Logan für 7200 Euro an den Start und war selbst Jahre später nur wenige hundert Euro teurer. Unter dem spartanischen Blechkleid steckt alte Technik von Renault. Der günstige Preis hieß Verzichten: Selbst Seitenairbags und Servolenkung fehlten an der Basis. Die Hochdachkombiversion MCV kam besser an als die Limousine.

Stärken

Das kann er: Als MCV hintenrum beeindrucken mit bis zu 2350 Liter Gepäckraum – oder optional bis zu sieben Sitzplätzen. Die Größe kam an bei Familien und Handwerkern. Das robuste Fahrwerk und lange Federwege verraten osteuropäische Gene. Die antiquierten, unter Last brummigen Motoren und die indirekte Lenkung sind spaßfrei. Sein zweites Leben bestreitet der Logan seit 2012 als Lada Largus auf dem russischen Markt. 

Probleme

Das macht Ärger: Oftmals die maue Lackqualität. Pannendienstler hatten viel Arbeit mit Anlassern, Spritpumpen, Zündkabeln, Schlössern, Kurbelwellengebern und entleerten Batterien. Immerhin: Im 100.000-Kilometer Dauertest von AUTO BILD erhielt er die Note 2-.

TÜV-Urteil

Fahrwerk

Positiv: Federn und Dämpfer beider Generationen können überzeugen und das bis ins Alter. Dafür sorgen die Achsaufhängungen ab der zweiten HU für zu viele Beanstandungen. Massive Probleme mit Lenkanlage und -gelenken hat zudem der Logan I. Auch Rost ist bei ihm ein Thema.

Licht

Überdurchs