Kodo – japanisch für Herzschlag – bezeichnet das Design des Mazda. Der Kleinste der Familie betört mit seinem Aussehen. Der TÜV attestiert ihm einige Schwächen. Die wichtigsten Infos für Gebrauchtwagenkäufer aus dem AUTO BILD TÜV-Report!

Mazda2 – Gebrauchtwagen-Vorstellung

Mazda2 (Typ DJ)

Bauzeit: 2014 bis heute
Motoren: 75 PS (1.5) bis 115 PS (1.5)
Preis: ab 7000 Euro
Insassensicherheit (Euro NCAP-Crashtest 2015): vier Sterne
Mazda2  Skyactiv-G 90
Die dritte Generation kam mit neuer Optik sowie völlig neuen Motoren.
Bild: Toni Bader
Das ist er: Ein Hingucker mit prägnanten Linien auf nur 4,06 Meter Länge und verschränkten Flächen hinter der markant-langen Haube. Laut Mazda soll das Design an ein springendes Raubtier erinnern. Auch beim Antrieb macht der Japaner sein eigenes Ding: Die Benziner kommen ohne Turbo aus und setzen auf relativ großen Hubraum. Der kleinste Mazda hat fünf Türen, doch innen ist er trotz seiner praktischen Talente nicht der Größte.

Stärken

Das kann er: Geschwind wie ein Raubtier sein, Spaß am Steuer macht er allemal. Das Motorenangebot (ausschließlich 1.5-Skyactiv- Vierzylinder) bleibt mit 75 bis 115 PS überschaubar: sanfte, solide Alltagsmotoren, die aber den Turbo-kick moderner Hubraumzwerge vermissen lassen. Das eigenwillige Cockpit mit dem großen Drehzahlmesser in der Mitte wirkt sportlich, die kurzen Schaltwege auch.

Probleme

Das macht Ärger: Qualitativ hat sich die jüngste Generation im Vergleich zu den Vorgängern weiterentwickelt. Die Skyactiv-Motoren fahren sich spritzig, wenn man sie hochtourig fährt, doch der Durchzug wirkt im Vergleich zu Turbomotoren lahm. Ärgerlich: Die Ausstattung bietet so manche Leckerei (LED-Scheinwerfer für 650 Euro extra), doch die Fensterheber haben keinen Einklemmschutz.

Mazda2 (Typ DE)

Bauzeit: 2007 bis 2014
Motoren: 75 PS (1.3) bis 103 PS (1.5)
Preis: ab 2000 Euro
Insassensicherheit (Euro NCAP-Crashtest 2007): fünf Sterne
Mazda2
Die zweite Generation teilt sich die Plattform mit dem Ford Fiesta.
Bild: Toni Bader
Das ist er: Kürzer und leichter als der Vorgänger. Sein agiles Fahrverhalten und die typischen Schwachpunkte (Lenkung und Aufhängung) hat der Mazda2 Typ DE vom Ford Fiesta, mit dem er sich die Plattform teilt. Seine Sicherheitsausstattung mit sechs Airbags und ESP galt schon damals als hochmodern.

Stärken

Das kann er: Flott durch die Stadt sprinten mit Motoren von 75 bis 103 PS. Das sportlich-straff abgestimmte Fahrwerk sorgt für ein gutes Handling, unter dem nur der Geradeauslauf leidet. Die Verarbeitungsqualität im Innenraum ist leider nur durchschnittlich.

Probleme

Das macht Ärger: Eigentlich ein grundsolider Typ, dessen Technik meist ohne große Probleme den TÜV-Segen erhält. Ein wachsames Auge verdient jedoch die Lenkung, deren Gelenke schon früh mit bösem Verschleiß auffallen. Beim Einparken stört nicht nur die schlechte Rundumsicht, sondern auch der relativ große Wendekreis. Der stärkste Benziner bietet zwar ordentliche Fahrleistungen, verbraucht aber auch deutlich mehr als die 86-PS- Variante. Und bei Mazda immer auf den
Rost achten! Ein Rückruf 2019 betraf die unzureichende Airbag-Auslösung bei einem Crash aufgrund fehlerhafter Gasgeneratoren.

TÜV-Urteil

Fahrwerk

Der neue Typ DJ lässt seinen Vorgänger hinter sich, er bleibt in allen Bereichen unauffällig mit Ausnahme der Achsfedern bei der zweiten Hauptuntersuchung. Der ältere Typ DE patzt bei Achsaufhängung, Lenkanlage und -gelenken. Rost kommt auch vor. Die Antriebswellen sind bei beiden top.