Der Ford Mondeo wurde zuletzt richtig schick – und gibt auch beim TÜV eine ordentliche Figur ab. Einige Unsitten finden die Prüfer allerdings ziemlich hässlich. Die wichtigsten Infos für Gebrauchtwagenkäufer aus dem AUTO BILD TÜV-Report!

Ford Mondeo – Gebrauchtwagen-Vorstellung

Ford Mondeo V

Bauzeit: 2015 bis 2022
Motoren: 150 PS (2.0 TDCi) bis 187 PS (Hybrid)
Preis: ab 11.500 Euro
Insassensicherheit (Euro NCAP-Crashtest 2014): 5 Sterne 
Ford Mondeo 2.0 TDCi
Seit 2015 ist eine luxuriöse Ausführung mit der Bezeichnung Mondeo Vignale erhältlich.
Bild: Toni Bader
Das ist er: Genau genommen ein Einwanderer aus Amerika. Denn in den USA gibt es den Mondeo als Ford Fusion schon seit Herbst 2012. Produziert wird der Mittelklässler für Europa erst seit 2015 im spani­schen Valencia. Der Vorlauf sollte für ein ordentliches Produkt ohne Kinderkrankheiten reichen.

Stärken

Das kann er: Länger, schmaler und fla­cher als der Vorgänger. Das ver­schafft ihm einen wuchtigen, stattlichen Auftritt. Erstaunlicherweise ist der Mondeo aber im Passagier­raum nicht nennenswert gewach­sen, sein Ladevolumen ist sogar leicht geschrumpft. Kein Problem, er bietet immer noch mehr als aus­reichend Platz. Die Einrichtung wirkt moderner, frischer. Je nach Ausstattung wird das Cock­pit von zwei großen Displays für Multimedia und Instrumente be­herrscht. Die angebotenen Diesel (150/180 PS) sind etwas knurrig, aber lebhaft und druckvoll. Der Turbobenziner (1.5 EcoBoost) ist eine gute Alternative. Zudem bietet Ford eine Hybridvariante an.

Probleme

Das macht Ärger: Mondeo mit elek­trischer Anhängerkupplung be­kommen manchmal den Haken nicht unter Kontrolle – das Steuerungsmodul streikt. Zudem muss man für Ford ungewohnte Ab­striche bei Fahrstabilität und Lenk­präzision machen.

Ford Mondeo IV

Bauzeit: 2007 bis 2014
Motoren: 101 PS (1.8 TDCi) bis 240 PS (2.0 EcoBoost)
Preis: ab 2000 Euro
Insassensicherheit (Euro NCAP-Crashtest 2007): 5 Sterne 
Ford Mondeo
Die vierte Generation des Mondeo wurde 2014 eingestellt.
Bild: Roman Raetzke
Das ist er: Gigantisch groß und schwer. Mit knapp 1,90 Meter Breite kommt er der legendären Merce­des S-­Klasse (W 140) nahe. Und je nach Karosserievariante, Ausstat­tung und Motorisierung wiegt der Mondeo bis zu 1,8 Tonnen. Es gibt ihn mit Schräg­- und Stufenheck sowie als Kombi Turnier. Dass er in einem frühen Vergleichstest knapp den Platzhirsch VW Passat bezwang, zeigt: Die intensive Modellpflege hat sich für die Kölner gelohnt.

Stärken

Das kann er: Der vierte Mondeo bie­tet verbesserten Abrollkomfort: Die Federn sprechen geschmeidig an, die Fahrgeräusche sind angenehm leise. Und wenn unter der Haube der 220-­PS­-Motor von Volvo sitzt, blei­ben kaum Wünsche offen. Öfter ar­beitet dort allerdings ein TDCi­-Diesel. Und der schlägt sich mit einem bemerkenswerten Turboloch herum. Als Turnier ist der Mondeo mit einem Ladevolumen von bis zu 1745 Litern und hoher Zuladung ein begehrter Lastesel.

Probleme

Das macht Ärger: Startprobleme und verstopfte Partikelfilter der Diesel, auch Probleme mit der Ladedruck­regelung; speziell der 1,6­-Liter hat oft Turboschäden. Ansonsten viel Elektronikstress mit sich aufhängen­den CAN­Bus­-Systemen oder gestörten Wegfahrsperren. 

TÜV-Urteil

Fahrwerk

Generationswechsel: Während beim alten Mondeo Achsaufhängung, Lenkanlage und -gelenke Dauerbaustellen sind, erweist sich der neue als fast makellos. Federn und Dämpfer präsentieren sich bei beiden ordentlich, Rost macht kaum zu schaffen. Auch die Antriebswellen geben selten Anlass zur Sorge.

Licht

Auch der Neue ist keine Leuchte: Scheinwerfer und Rückleuchten schneiden durchweg schlecht ab. Deftig rote Zahlen auch bei Abblendlicht und Blinkern, mit Ausnahme des Mondeo V, bei der zweiten HU.

Bremsen